Ein italienischer Espressokocher gehört in jede Küche

Italienische Kaffeemaschinen zur Zubereitung auf dem Herd sind auch in Deutschland sehr beliebt. Ein sogenannter italienischer Espressokocher ist perfekt für die heimische Küche. Denn im Vergleich zu richtigen Espressomaschinen ist er extrem preiswert. Er benötigt kaum Platz in der Küche und seine Verwendung ist kinderleicht.

Um den Espressokocher von den vielen Arten von Kaffeemaschinen zu unterscheiden, die heute gebräuchlich sind, nennt man die kleinen Espressokocher für die Zubereitung auf dem Herd auch Mokkamaschinen oder Espressokannen. Es gibt heute eine große Auswahl an wunderschönen preiswerten Maschinen, sodass jeder die richtige für seinen Geschmack finden kann.

Der Name italienischer Espressokocher ist eigentlich nicht ganz korrekt. Denn man kann mit den kleinen Maschinen in ihrer normalen Bauart gar keinen echten Espresso kochen. Sie erzeugen einen Druck von maximal 1,5 bar. Zur Zubereitung eines echten Espresso benötigt man jedoch rund 9 bar.

Ein italienischer Espressokocher kocht keinen echten Espresso

Der Espresso-Experte erkennt den Unterschied am Geschmack. Doch auch der Laie kann einen Kaffee aus dem Espressokocher leicht von einem echten Espresso unterscheiden. Denn wegen des deutlich niedrigeren Drucks bildet sich bei der Zubereitung in den ursprünglichen Maschinen kein goldbrauner Schaum, der typisch für den italienischen Espresso ist.

Erst später entwickelte die Firma Bialetti, die Herstellerin der „Moka Express“, ein Modell mit einem zusätzlichen Ventil. Dadurch erzeugt dieser spezielle Espressokocher einen so starken Druck, dass eine Crema entsteht.

Die Österreicher nennen die kleine italienische Kaffeemaschine von Bialetti „Mokkamaschine“. Doch auch dies ist etwas irreführend. Denn unter „Mokka“ versteht man meist den arabisch, türkisch oder griechisch zubereiteten Mokka-Kaffee.

Die Italiener nennen den kleinen Espressokocher Bialetti (nach ihrem Erfinder Alfonso Bialetti), Moka oder einfach Caffettiera – auf Deutsch Kaffeekanne.

Das mit den kleinen Maschinen hergestellte Produkt heißt in Italien Caffè – also genauso wie der echte Espresso. Trotzdem ist immer klar, was der Italiener meint. Zuhause bereitet er den Kaffee mit seiner Bialetti zu, im Café bekommt er einen echten Espresso.

Espresso kochen mit einer Bialetti ist kinderleicht

Italienische Kaffeemaschinen sind nicht alle leicht zu bedienen. Doch die Zubereitung des Espresso mit einer Bialetti ist so leicht, dass man eigentlich keine Anleitung benötigt. Doch auch kleine Fehler sollte man unbedingt vermeiden, sonst könnte man seine Maschine oder sogar seine ganze Küche beschädigen.

Als erstes füllt man das Unterteil mit Wasser, sodass das Wasser nicht ganz bis an das Ventil reicht. Dann setzt man den Filter ein und füllt ihn mit Espressopulver. Das Pulver sollte etwas gröber gemahlen sein als bei echten Espressomaschinen.

Es ist dabei nicht nötig, das Espressopulver stark zusammenzudrücken wie bei Siebträgermaschinen. Das Pulver muss nur etwas geebnet werden. Und die Krümel müssen möglichst vom Rand des Siebs entfernt werden.

Zuletzt schraubt man das Oberteil fest auf das Unterteil und stell die Maschine auf den Herd. Man sollte jedoch nicht zu fest zuschrauben, sonst nutzt sich die Gummidichtung zu schnell ab oder man bekommt die beiden Teile nicht mehr so leicht auseinander.

Nun dauert es ein paar Minuten, die man eventuell zur Erwärmung und zum Schäumen der Milch nutzen kann. Sobald man aus der Maschine ein Sprudeln hört, nimmt man sie vom Herd. Der Espresso sollte möglichst nicht anfangen zu kochen. Er ist sofort fertig und sollte zeitnah getrunken werden.

Gefährlich kann es werden, wenn man – warum auch immer – vergisst, das Wasser einzufüllen. Wenn man dies nicht rechtzeitig merkt oder die Kaffeemaschine auf dem Herd vergisst, kann sie im schlimmsten Fall explodieren. Man sollte sie generell nicht unbeaufsichtigt lassen.

Der häufigste Fehler tritt jedoch bei der Reinigung auf. Zur Reinigung schraubt man Ober- und Unterteil auseinander und wäscht sie mit Wasser ab. Dazu muss man das benutzte Espressopulver aus dem Sieb entfernen. Das Sieb ist aus dünnem Aluminium und daher leicht verformbar. Man muss also sehr vorsichtig damit sein.

Man darf das Sieb auf keinen Fall gegen den Mülleimer schlagen, um das Espressopulver herauszubekommen. Sonst verbiegt sich das Sieb und passt nicht mehr so gut in das Unterteil der Kaffeemaschine. Dann klemmt das Sieb möglicherweise und lässt sich nur noch schwer aus dem Unterteil herausholen.

Ein italienischer Espressokocher sollte mit Wasser ausgewaschen und abgetrocknet werden, sobald er abgekühlt ist. Auf diese Weise hält er viele Jahre und bleibt schön.

Die Erfindung der „Moka Express“ von Bialetti

Der Erfinder der „Moka Express“ ist Alfonso Bialetti, der von 1888 bis 1970 lebte. Er gab der von ihm im Jahre 1933 erfundenen Maschine ihre klassische achteckige Form, die bis heute beliebt ist. Sie vermittelt den Menschen ein Gefühl der Tradition und des bewährten Genusses.

Bevor die Bialetti die beliebteste italienische Kaffeemaschine wurde, tranken die Italiener ihren Kaffee vor allem in öffentlichen Cafés, wo riesige Maschinen Espresso herstellten. Seit Bialettis Erfindung waren italienische Kaffeemaschinen nicht mehr dasselbe. Denn die „Moka Express“ ermöglichte die Zubereitung von starkem, intensivem Kaffee in den heimischen Küchen. Dies war auch eine kulturelle Revolution.

Ursprünglich waren die kleinen Maschinen für den heimischen Herd vollständig aus Aluminium. Doch seit den Tagen von Bialetti haben die Italiener viel mit Form und Material experimentiert. Es gibt heute Maschinen in allen Größen und Farben. Neben Aluminium wird auch Edelstahl verwendet. Die Griffe können aus Holz gefertigt werden, der Deckel aus Glas.

Bialettis Design ist so genial, dass die ursprünglichen Maschinen auch nach mehr als 80 Jahren immer noch funktionstüchtig sind. Die Maschine mit dem Namen „Moka Express“ war die erste, mit der man zuhause Espresso kochen konnte. Sie ist heute in praktisch jedem italienischen Haushalt zu finden. Doch bis dahin war es ein weiter Weg.

Italienischer Espressokocher
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Denn Bialetti war zwar ein cleverer Ingenieur, aber kein Geschäftsmann. Er verkaufte seine „Moka Express“ lediglich auf den Märkten in seiner Region. Erst sein Sohn Renato erkannte, welches Potential die geniale neuartige Kaffeemaschine hatte. Er meldete ein Patent an und startete die professionelle Vermarktung.

Die von Bialetti erfundenen Maschinen verbreiteten sich schnell in den Städten Italiens und bald auch in vielen Teilen der Welt. Mit ihnen wird die Zubereitung eines Espresso, Cappuccino oder Latte macchiato zu einer Auszeit aus dem stressigen Alltag. Heute gibt es eine ganze Reihe von Kaffeemaschinen, die Bialettis Original Konkurrenz machen. Jeder kann eine passende Maschine für sich finden.